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„Ich weiß, dass er es auch nicht weiß. Aber dass er nicht kommuniziert, gibt uns das Gefühl, dass es ihm nicht wichtig ist.“

Mitarbeiterin eines Medienhauses über das Schweigen ihres CEO

Organisationen scheitern selten an Strategien. Sie scheitern an den Signalen, die sie im Alltag senden.

01 — Das Buch

Führung wirkt zwischen den Worten

Das Buch verbindet Erkenntnisse aus Verhaltensökonomie, Psychologie, Soziologie und Philosophie und übersetzt sie in Werkzeuge für den Führungsalltag. Neun Kapitel, 27 Praxisfälle, pro Kapitel eine handlungsorientierte Zusammenfassung mit Leitfrage und erstem Umsetzungsschritt.

Im Zentrum stehen vier Werkzeuge der Signalgestaltung: Signalaudit, Signal-Alignment, Signalrituale und Signalräume. Kapitel 7 beschreibt sie ausführlich — mit Ablauf, Leitfragen und Praxisbeispielen.

Am Ende steht kein Modell, das man abarbeitet, sondern ein Kompass für signalbewusste Führung.

Die neun Kapitel
  • Die Welt der Signale: Einführung in das Unsichtbare
  • Choice Architecture: Die Architektur des Entscheidens
  • Signale, Emotionen und Moral
  • Von Bias zu Bewusstsein: Das Ich als Signalprozessor
  • Das soziale Netz: Dynamiken von Zugehörigkeit und Status
  • Change Leadership — Führung als Gestaltung von Möglichkeiten
  • Organisationen führen — Signale gestalten, Resonanz ermöglichen
  • Signalbewusstsein — Führung als kulturelle Kompetenz
  • Schlussgedanke: Die leise Kraft der Signale — Ein Kompass für Führung
  • VerlagCarl-Auer, Reihe „Kommunikation mit System"
  • Erscheint6. Oktober 2026
  • Umfang185 Seiten, kartoniert
  • Format135 × 215 mm
  • ISBN978-3-8497-0656-2
Neu · PodcastAndrea Fehr und Alexis Johann im Gespräch bei „Carl-Auer Sounds of Science“Über Signalbewusstsein, Nebenwirkungen von Signalen und die Frage, wie sich Kultur beeinflussen lässt. Zur Folge →

Für Rezensionsexemplare und Presseanfragen: info@fuehrung-wirkt.com

02 — Signal in der Praxis

Drei Fälle aus dem Buch

Das Buch enthält 27 dokumentierte Fälle aus Industrie, Medien, Logistik, Verwaltung und Beratung. Drei davon in Kurzform.

Das Schweigen des CEO Großes Medienunternehmen in öffentlicher Umbruchsituation

In der Öffentlichkeit wurde diskutiert, ob das Unternehmen zerschlagen, verkleinert oder noch zukunftsfähig sei. Die Mitarbeitenden warteten auf Orientierung von oben. Doch der CEO wusste selbst nicht, wohin die Reise geht — und schwieg.

Eine Mitarbeiterin brachte es auf den Punkt: „Ich weiß, dass er es auch nicht weiß. Aber dass er nicht kommuniziert, gibt uns das Gefühl, dass es ihm nicht wichtig ist."

Nichtkommunikation ist auch Kommunikation. Was fehlte, war nicht die Antwort — sondern das Eingeständnis, sie nicht zu haben.

Wenn die Regel für die einen gilt und für die anderen nicht Verpackungshersteller · Lebensmittel mit medizinischer Zweckbestimmung

Das offizielle Signal lautete: Qualität ist oberstes Gebot. Mund- und Haarschutz verpflichtend, Reinigung im Zwei-Stunden-Takt, jeder Ablauf dokumentiert. Trotzdem häuften sich Kundenbeschwerden über verunreinigte Paletten.

Im Gespräch mit den Vorarbeiter:innen zeigte sich der Grund: Lieferant:innen kamen ohne Haarschutz ins Werk. Manche Führungskräfte kommunizierten Probleme per knapper E-Mail statt persönlich. Eine Vorarbeiterin formulierte es glasklar: „Wenn es wirklich wichtig wäre, würden sie persönlich mit uns reden."

Die gelebte Botschaft war eine andere: Es gibt Ausnahmen. Und die Führung hält sich raus. Das Regelwerk wirkte wie eine leere Geste — obwohl an ihm nichts falsch war.

Das Morgenmeeting, das den Wandel entschied Logistikunternehmen · von der Abwicklungs- zur Verkaufsorganisation

Die implizite Botschaft im Haus lautete: Tut Neues — aber macht dabei keine Fehler. Ein Auftrag, der sich nicht erfüllen lässt.

Der Hebel lag nicht in einem Programm, sondern in einer bestehenden Routine: Das tägliche Morgenmeeting in den Niederlassungen wurde von Abschlusszahlen auf Lernerfahrungen umgestellt. Sonst nichts.

Angst wurde durch geteilte Erfahrung ersetzt, Scham durch Normalisierung. Der Rhythmus blieb — die Bedeutung änderte sich.

03 — Die Diagnose

Die Mehrheit der Changeprozesse scheitert.

Aber nicht an der Strategie.

Sie scheitern an den Signalen, die eine Organisation im Alltag sendet. Menschen orientieren sich nicht an Leitbildern oder Kampagnen. Sie orientieren sich an dem, was sie erleben: welche Form von Aufmerksamkeit sie bekommen, welche Risiken sie eingehen dürfen, wie mit Fehlern umgegangen wird, wer gehört wird — und wer nicht.

„Wir wollen mehr Mut."
Kontrolle wird belohnt.
„Übernehmt Eigenverantwortung."
Entscheidungsspielräume werden entzogen.
„Wir sind eine lernende Organisation."
Abweichung wird sanktioniert.

In solchen Systemen wird Anpassung rational — und Veränderung unwahrscheinlich. Nicht, weil Menschen nicht wollen. Sondern weil sie genau verstanden haben, was hier tatsächlich zählt.

04 — Der Perspektivwechsel

Organisationen sind Signalräume

Ein Signal ist kein Symbol und keine Botschaft. Es ist alles, woraus Menschen ableiten, was hier gilt: eine Sitzordnung. Ein Budget. Ein Beförderungsentscheid. Die Frage, mit der ein Meeting beginnt. Die Antwort, die auf eine unbequeme Rückmeldung folgt. Und sehr oft: das Schweigen.

Signale sagen nichts direkt. Und doch sprechen sie Bände. Sie schreiben nicht vor, sie suggerieren — genau darin liegt ihre Wirkmacht.

Signale wirken vor dem Denken.

Sie sprechen das schnelle, intuitive System an. Die Wirkung ist längst da, bevor jemand sie bewusst bewertet.

Signale entstehen in Strukturen.

In Meetingformaten, Entscheidungswegen, Budgets, KPI-Logiken, in der Art, wie Konflikte moderiert werden. Nicht in der Kommunikationsabteilung.

Signale wirken durch Wiederholung.

Kultur entsteht nicht aus Absicht, sondern aus Konsequenz. Was regelmäßig geschieht, gilt als normal — und wird zur Regel, die niemand aufgeschrieben hat.

Was belohnt wird, wird gelernt. Was sanktioniert wird, wird vermieden. Ganz gleich, was kommuniziert wurde. Aus Kapitel 1
05 — Die Methode

Vier Werkzeuge der Signalgestaltung

Diese Werkzeuge sind keine Checklisten. Sie sind Formen von Aufmerksamkeit — und sie lassen sich in jeder Organisation innerhalb weniger Wochen einführen.

WERKZEUG 01

Signalaudit

Sichtbar machen, was tatsächlich wirkt. Keine Prüfung, sondern kollektive Selbstbeobachtung.

„Was würden Sie einer neuen Kollegin nach drei Wochen erzählen — ohne die offiziellen Worte?"
WERKZEUG 02

Signal-Alignment

Widersprüche zwischen Worten, Strukturen und Verhalten reduzieren. Jede zentrale Führungsbotschaft wird an drei Punkten geprüft: Sprache, Struktur, Verhalten.

Passt einer davon nicht, verliert die Botschaft ihre Wirkung.
WERKZEUG 03

Signalrituale

Bedeutung emotional verankern und erneuern. Wiederholung ist kein Beiwerk, sondern der Mechanismus, über den Kultur entsteht.

Ein verändertes Morgenmeeting wirkt tiefer als jede Kampagne.
WERKZEUG 04

Signalräume

Verhalten durch Umgebung, Formate und Kontexte prägen. Manchmal genügt ein anderer Ort für dieselbe Runde, damit Menschen anders sprechen.

Keine neuen Regeln — ein anderer Raum.

Alle vier Werkzeuge sind in Kapitel 7 ausführlich beschrieben — mit Ablauf, Leitfragen und Praxisbeispielen. Buch bestellen →

06 — Selbsttest

Welche Signale sendet Ihre Organisation gerade?

Sieben Fragen, ungefähr drei Minuten. Sie erhalten sofort ein Profil über vier Dimensionen: Klarheit, Konsistenz, Sicherheit und Resonanz. Ihre Antworten verlassen Ihren Browser nur, wenn Sie uns Ihr Profil schicken.

Frage 1 / 7
07 — Führung erleben

Signale lassen sich schwer beschreiben.
Aber leicht erleben.

Vier kurze Spiele, jedes in wenigen Minuten gespielt. Es gibt keine perfekte Lösung — aber jede Entscheidung sendet etwas.

08 — Die Autor:innen

Alexis Johann & Andrea Fehr

Zwei Perspektiven auf dieselbe Frage: Woran orientieren sich Menschen wirklich?

Porträt Alexis Johann

Alexis Johann

Topmanagement · Digitale Transformation · Umsetzungsprojekte

Mag., Studium der Psychologie und Betriebswirtschaft sowie der Kommunikationswissenschaft. Ehemaliger Wirtschaftsjournalist. Beratung von Führungsteams, Organisationsberatung, Dozent an verschiedenen Hochschulen.

Aus dem Journalismus bringt er die Fähigkeit mit, zuzuhören, bis das Eigentliche gesagt wird — und die Erfahrung, dass es meist nicht in der ersten Antwort steht.

Porträt Andrea Fehr

Andrea Fehr

Verhaltensveränderung · Strategische Kommunikation

M. A., Studium der Philosophie und Geschichte, BWL-Ausbildung und spezialisiertes Masterstudium im Real Estate Management. Erfahrungen im Bankwesen, insbesondere im Risikomanagement.

Aus dem Risikomanagement bringt sie eine Frage mit, die in der Kulturarbeit selten gestellt wird: Was genau steht hier eigentlich auf dem Spiel — und für wen?

09 — Stimmen
Wer den vorliegenden Band liest, wird Führung nicht neu erfinden müssen. Aber er oder sie wird sie anders wahrnehmen: leiser, präziser, konsequenter. Porträt Michel ReimonMichel Reimon, Herausgeber der Reihe „Kommunikation mit System", aus dem Vorwort
10 — Weiterlesen

Zwischen den Worten

Alle zwei Wochen ein Signal, das in Organisationen wirkt — und was man damit machen kann. Kurz, konkret, ohne Managementfolklore.

Der Signal-Impuls

Alle zwei Wochen eine Beobachtung aus der Praxis, ein Werkzeug und eine Frage für Ihr nächstes Führungsmeeting. Fünf Minuten Lesezeit.

Kein Verkauf, keine Weitergabe Ihrer Daten, Abmeldung mit einem Klick.

11 — Zusammenarbeit

Arbeiten mit uns

Wir arbeiten mit Führungsteams, die den Verdacht haben, dass ihre Organisation etwas anderes lernt, als sie ihr beibringen wollen. Drei Formate, die aufeinander aufbauen — oder einzeln funktionieren.

45–90 Minuten

Keynote & Impuls

Führungskonferenz, Kick-off, Kongress

Der Perspektivwechsel für ein größeres Publikum: Warum Change-Programme an Signalen scheitern und woran man die eigenen erkennt. Mit Fällen aus Ihrer Branche. Am Ende geht niemand mit einem Modell raus, sondern mit einer Frage, die sich nicht mehr abschütteln lässt.

Ein bis zwei Tage

Signalaudit & Führungsworkshop

Führungsteam, 8 bis 25 Personen

Wir machen sichtbar, was Ihre Organisation tatsächlich sendet — durch Interviews, Beobachtung und moderierte Selbstbeobachtung. Ergebnis: eine Landkarte Ihrer Signale, die konkreten Widersprüche zwischen Anspruch und Alltag, und drei priorisierte Eingriffe mit hoher Signalwirkung.

Drei bis achtzehn Monate

Transformationsbegleitung

Organisation oder Geschäftsbereich

Begleitung entlang der gesamten Veränderung: Signal-Alignment über Strukturen, Anreize und Rituale hinweg, Pilotkorridore mit Stoppkriterien, Feedbackarchitektur, Aufbau von Signalkompetenz im Führungskreis. Wir bauen uns dabei planmäßig überflüssig.

Nicht sicher, welches Format passt? Schreiben Sie uns in zwei Sätzen, woran es gerade hakt. Wir antworten mit einer Einschätzung — nicht mit einem Angebot.

12 — Kontakt

Woran hakt es gerade?

Schreiben Sie uns in ein paar Sätzen, worum es geht. Wir melden uns innerhalb von zwei Arbeitstagen — mit einer ersten Einschätzung, nicht mit einer Broschüre.

info@fuehrung-wirkt.com · Alle Anfragen erreichen beide Autor:innen.